Streit

Menschen, Medien, Mechanismen im 18. Jahrhundert und heute

Coverabbildung des Ausstellungskataloges Bd. 39 Streit
Hg. v. Claudia Weiß, Holger Zaunstöck

Erscheinungsdatum: 03/2023

Erscheinungsort: Halle

Umfang: 200 S., 156 Abb.

ISBN: 978-3-447-11977-1

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28,00 €

Wie Menschen streiten, bestimmen sie in konkreten Situationen selbst. Die erhitzte und als verroht empfundene Streitwelt in den Sozialen Medien unserer Tage besitzt eine lange Vorgeschichte. Ausgehend von der 300-jährigen Wiederkehr der Ausweisung des Philosophen Christian Wolff aus Halle im Jahre 1723 werden das 18. Jahrhundert und die Zeitgeschichte in Bezug gesetzt. Dabei ist es das Ziel der Publikation, das Thema Streit historisch und interdisziplinär an die Gegenwart heranzuführen und ihm eine Tiefenstruktur zu verleihen. Als Grundlage dient das Konzept der Invektivität. Damit werden Phänomene der Auseinandersetzung, Herabsetzung, Schmähung, Bloßstellung sowie die damit verbundene Anschlusskommunikation beschrieben. Viele Streitfelder – gestern wie heute – sind durch Beleidigungen und Provokationen charakterisiert. Sie sind Orte invektiver Handlungen und fordern Fragen nach den Folgewirkungen heraus. Die Publikation möchte zum Nachdenken und Diskutieren über das Streiten selbst sowie über Unterschiede und Verbindungslinien zwischen dem 18. Jahrhundert und heute einladen und anregen. Da Streit immer in einem räumlichen Bezug steht, sind die hier angesprochenen Streitthemen nach der Logik von Streitarenen organisiert – diese sind: Marktplatz, Universität, Hof, Screens, Sound Stage und Fußballstadion.