Stipendien

Eine Gruppe junger Menschen steht gemeinsam an einem Tisch und untersucht alte Archivquellen aufmerksam
Falk WenzelJunge Menschen betrachten historische Archivquellen

Die Franckeschen Stiftungen verfügen über reichhaltige und einzigartige Sammlungen in ihrem Archiv, der Bibliothek, der Kunst- und Naturalienkammer sowie weiteren stiftungseigenen Beständen. Es gehört zum Stiftungszweck, die Sammlungen für die wissenschaftliche Arbeit zu nutzen und sie der Forschung zugänglich zu machen.

Profil

Dank einer großzügigen Stiftung von Frau Dr. Liselotte Kirchner (Offenbach) sind die Franckeschen Stiftungen in der Lage, ein eigenes Stipendienprogramm zu betreiben. Seit 2016 konnten damit 92 Projekte aus 17 verschiedenen Ländern gefördert werden. Darüber hinaus wird gemeinsam mit dem Forschungszentrum Gotha der Universität Erfurt und der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel ein dreimonatiges Stipendium an eine:n exzellent promovierte:n Wissenschaftler:in aus dem ostmitteleuropäischen Raum vergeben. Ziel der Stipendien ist die Stärkung und interdisziplinäre sowie internationale Vernetzung der Forschungen zur Geschichte der Franckeschen Stiftungen auf der Grundlage ihrer reichhaltigen Quellensammlungen in Archiv und Bibliothek.

Dr. Liselotte Kirchner-Stipendienprogramm

Förderlinien

Es werden ein- bis dreimonatige Förderstipendien für promovierende und promovierte Wissenschaftler:innen aus dem In- und Ausland vergeben. Die Dotierung beläuft sich auf 1.400€ für promovierende Wissenschaftler:innen, beziehungsweise 2.000€ für promovierte Wissenschaftler:innen. Beide Förderstipendien sind mit einer Residenzpflicht in Halle verbunden - dazu bieten die Franckeschen Stiftungen Gästezimmer an, deren kostenfreie Nutzung Teil der Stipendien ist.  Anträge auf Förderstipendien müssen bis zum 15. Oktober des laufenden Jahres für das Folgejahr vollständig eingegangen sein.

 

Zum Stipendienprogramm gehören zwei weitere Förderlinien ohne monatliches Stipendium, die sich an Nachwuchswissenschaftler:innen – das »Residenzprogramm für junge Forschende« – sowie erfahrene Wissenschaftler:innen – »Scholars in Residence« – wenden. Eine Bewerbung für beide ist jederzeit möglich. Das Programm »Scholars in Residence« bietet die Möglichkeit konzentrierten Arbeitens und Lebens im voll eingerichteten »Mühlenberg-Apartment« im historischen Gebäudeensemble der Franckesche Stiftungen und ganz in der Nähe der einschlägigen Quellenbestände.

Der Durchführung eines längeren Forschungsprojekts dient das Langzeitstipendium für die PostDoc-Phase. Dieses wird einmal jährlich für eine Laufzeit von sechs bis max. zehn Monaten vergeben. Das Langzeitforschungsstipendium ist mit 1.500€ monatlich plus freier Logis in einem der Gästezimmer sowie (bis zu) 2.000€ für Reise- bzw. Sachmittel zur Durchführung einer wissenschaftlichen Tagung dotiert. Bewerbungsfrist ist der 15. Oktober für das darauffolgende Kalenderjahr.

Weitere Informationen zu den Förderlinien sowie Einzelheiten zur Bewerbung sind dem Faltblatt zu entnehmen.

Stipendiat:innenkolloquium 2026

Einen zentralen Bestandteil der Dr. Liselotte Kirchner-Stipendien bildet die Ergebnispräsentation im Rahmen von Kolloquiumsveranstaltungen. Die Kolloquien finden im Neubauer-Saal, Haus 52 der Franckeschen Stiftungen statt. Sie werden als Hybrid-Veranstaltungen angeboten – der jeweilige Zugangslink wird zeitnah an dieser Stelle veröffentlicht.

Termine

Alle weitere Termine finden Sie in unserem Programm.

Zum Programm

Postdoc-Stipendium für ostmitteleuropäische Wissenschaftler:innen in Gotha, Halle und Wolfenbüttel

Das Forschungszentrum Gotha der Universität Erfurt, die Franckeschen Stiftungen zu Halle und die Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel haben für die Jahre 2024 bis 2026 ein dreimonatiges Stipendium an eine:n exzellent promovierte:n Wissenschaftler:in aus dem ostmitteleuropäischen Raum für die Erforschung ihrer Bestände vergeben. Das internationale Stipendienprogramm steht allen historisch orientierten Fachrichtungen offen. Es fördert Projekte, die sich auf die Erforschung der Bestände aller drei Einrichtungen ausrichten, diese miteinander verbinden und in Beziehung setzen. Ein klar begründeter Bezug auf die jeweils vor Ort vorgehaltenen Bestände ist daher unabdingbar. Eine Fortsetzung des Stipendienprogramms ist geplant.

Alte Karte Osteuropas

Der Standort Gotha der Universität Erfurt mit den universell ausgerichteten Sammlungen des ehemaligen Herzogshauses Sachsen-Gotha-Altenburg, insbesondere in der Forschungsbibliothek Gotha, die Franckeschen Stiftungen zu Halle mit der Historischen Bibliothek und der berühmten Kunst- und Naturalienkammer von 1736/41 sowie die Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel als bedeutendste Frühneuzeit-Bibliothek Deutschlands gehören zu den herausragenden Sammlungs- und Forschungseinrichtungen für die Kulturgeschichte der europäischen Vormoderne (zeitlicher Schwerpunkt vor 1800). Die Sammlungsbestände weisen auch thematisch eine oft komplementäre Nähe zueinander auf. Entsprechende Themen und Fragestellungen lassen sich daher häufig an allen drei Standorten gleichermaßen bearbeiten; zugleich könnten viele Forschungsprojekte aber von der gleichzeitigen Nutzung der Bestände aller drei Einrichtungen noch einmal erheblich profitieren. Diese Forschungen werden mit dem gemeinsamen Stipendienprogramm gezielt gefördert.

Das Stipendienprogramm wird gefördert von der Dorothee Wilms-Stiftung im Stifterverband. Eine Fortführung des Programms ist geplant.

Zur Stiftung

Das Stipendium beläuft sich auf 2.000 Euro monatlich. Hinzu kommt ggf. eine Familienpauschale in Höhe von 400 Euro monatlich. Die gastgebenden Institutionen sind bei der Vermittlung von Kinderbetreuungsangeboten behilflich. Für den gesamten Zeitraum besteht Residenzpflicht an mindestens einem der drei Orte. Es sind Aufenthalte von mind. zwei Wochen an allen drei Einrichtungen zu absolvieren. Ein Reisekostenzuschuss von 500 Euro wird gewährt.

Kooperationspartner:
Franckesche Stiftungen zu Halle
Forschungsbibliothek Gotha: https://www.uni-erfurt.de/forschungsbibliothek-gotha 
Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel: https://www.hab.de/

 

Kontakt

LK
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