Moderne Jugend?

Jungsein in den Franckeschen Stiftungen 1890–1933

Coverabbildung des Ausstellungskataloges Bd. 36 Moderne Jugend?
Hg. v. Holger Zaunstöck, Claudia Weiß unter Mitarb. v. Tom Gärtig, Claus Veltmann

Erscheinungsdatum: 09/2019

Erscheinungsort: Halle

Umfang: 264 S., 202 Abb.

ISBN: 978-3-447-11193-5

Ausstellungskataloge (36)
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28,00 €

Die Jugend ist die Zeit des Aufbruchs, der Risikobereitschaft und des Vorwärtsdrängens, aber auch die Zeit großer Fragen und Verunsicherungen. Gerade in den Jahren der Klassischen Moderne scheinen Hoffnung und Enttäuschung nah beieinander zu liegen, wirken gegenläufige Tendenzen unmittelbar auf die Jugendlichen ein. Am Beispiel des Jungseins in den Franckeschen Stiftungen wird einer Reihe von Fragen nachgegangen, die diese Lebensphase definieren: Werden Schule und Bildungsperspektiven eher als Erfolgsgeschichten begriffen oder hinterlassen sie ein Gefühl der Krise oder des Scheiterns? Wie spiegelt sich die Entwicklung der Körperlichkeit in Sport und Sexualität zwischen Individualität und Normativität wider, wie wirken sich Militarisierung und Kriegserfahrung auf die Heranwachsenden aus? Dienen Radio, Literatur und Film eher als Informations-, Indoktrinations- oder eigenes, modernes Ausdrucksmittel? Zeitgenössische Kunstwerke der Neuen Sachlichkeit und des Realismus vermitteln einen Einblick in diese besondere Lebenszeit, während Dokumente aus dem Archiv der Franckeschen Stiftungen die Jugendlichen selbst zu Wort kommen lassen. Mit dem Blick auf die Jugend wird die Moderne als Zeit ambivalenter Erfahrungen greifbar.