Frühneuzeitliche Schularchitekturen

Internationale und interdisziplinäre Perspektiven

Coverabbildung der Halleschen Forschungen Band 67 Frühneuzeitliche Schularchitekturen
Hg. v. Thomas Grunewald

Erscheinungsdatum: 06/2024

Erscheinungsort: Halle

Umfang: VI, 405 S., 97 Abb.

ISBN: 978-3-447-12212-2

Hallesche Forschungen (67)
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87,00 €

Die Frage nach der Entwicklung dezidierter Schularchitekturen wird von der Historischen Bildungsforschung und der Architekturgeschichte bisher mit der Europäischen Moderne verbunden. Erst durch die Aufklärung und die Entstehung des modernen europäischen Staates – so das derzeit dominierende Narrativ – wurde die Entwicklung hin zu intentional unter pädagogischen Prämissen geplanten und genutzten Räumen möglich.
Der vorliegende Band stellt diese Erzählung durch neue Erkenntnisse und Forschungsansätze grundsätzlich infrage. Unter Berücksichtigung interdisziplinärer Perspektiven und anhand international gewählter Beispiele wird gezeigt, dass bereits vor dem Epochenumbruch um 1800 verschiedene Bauformen existierten, die ausdrücklich pädagogischen Zwecken dienten. Die bewusste Verbindung von Raum und pädagogischem Konzept war bereits in der Frühen Neuzeit bekannt und führte zu vielfältigen, kulturell und religiös geprägten Ausdrucksformen.
Mit diesem neuen Blick auf das bis heute bildungs- und sozialpolitisch sowie kulturell bedeutende Thema der Schularchitekturen möchte der Band dazu beitragen, die Forschung für vormoderne, interkulturelle sowie interdisziplinär und international vergleichend ausgerichtete Perspektiven zu öffnen.