Die Epistellieder

Erweiterte historisch-kritische Edition unter Einbeziehung der Texttradition in der PRAXIS PIETATIS MELICA

Martin Opitz. Hg. v. Hans-Otto Korth unter Mitarb. v. Irmgard Scheitler

Erscheinungsdatum: 10.2023

Erscheinungsort: Halle

Umfang: VIII, 233 S., 2 Abb.

ISBN: 978-3-447-12099-9

Hallesche Quellenpublikationen und Repertorien (20)
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54,00 €

Der Dichter Martin Opitz (1597–1639) galt für die Lyrik des frühen 17. Jahrhunderts lange als richtungsweisend. Mit seinen Epistelliedern von 1628 setzte er die Tradition der protestantischen Perikopen-Bereimungen des 16. Jahrhunderts fort, vermittelte mit ihnen zugleich aber auch einen Neuansatz. 1666 gelangten die Texte des Liederzyklus geschlossen auch in die Berliner Ausgaben des von Johann Crüger begründeten Gesangbuches PRAXIS PIETATIS MELICA, wo sie bis 1703 ihren festen Platz hatten.
Diese Edition folgt dem Erstdruck; die nachfolgenden Quellen des 17. Jahrhunderts einschließlich der betreffenden PRAXIS PIETATIS MELICA-Ausgaben sind berücksichtigt. Daraufhin wird nicht nur ein aussagekräftiges Verbreitungs- und Variantenverzeichnis geboten, sondern werden auch einige schwere Mängel des Erstdruckes und der frühen Verbreitungen dingfest, die insbesondere dann in der PRAXIS PIETATIS MELICA bereinigt wurden. Den Liedertexten sind die betreffenden Texte der Luther-Bibel synoptisch zur Seite gestellt, wodurch insbesondere Opitzʼ enge Anlehnung an sie, seine Sorgfalt und auch mal eigenes Verständnis anschaulich werden. Ferner sind die Melodien des sogenannten »Genfer Psalters« von 1662 beigegeben, mit denen Opitz seine Epistellieder ursprünglich verbunden haben wollte. In den Epistellieder-Drucken des 17. Jahrhunderts sind sie nicht enthalten; die Weisen konnten seinerzeit als bekannt vorausgesetzt werden. Eine umfassende Einführung sowie ein abschließende Wortverzeichnis erleichtern die wissenschaftliche Arbeit mit diesem Werk.