Die Anfänge des Pietismus in Schweden
Olof Ekmans Kampf für eine Erneuerung des Christentums am Stora Kopparberg 1689–1713

Erscheinungsdatum: 03/2020
Erscheinungsort: Halle
Umfang: XIV, 230 S., 5 Abb.
ISBN: 978-3-447-11252-9
Hallesche Forschungen (53)
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In seiner Studie geht Claesson davon aus, dass es in Schweden nicht ein Nacheinander von lutherischer Orthodoxie (17. Jahrhundert) und Pietismus (18. Jahrhundert) gegeben hat, sondern dass beide Strömungen in einer »lutherischen Konfessionskultur« (Matthias Kaufmann) parallel verliefen. Dieses stellt er am Beispiel der Gemeinde am Stora Kopparberg in Falun dar, in deren frühindustriellem Milieu die orthodoxe Kirchenzucht kaum Wirkung entfaltete. Die schlechte wirtschaftliche Situation der Kupfergrube in Verbindung mit schweren Unfällen führte unter den Bergmännern und ihren Familien zu einer Frömmigkeitskrise. In deren Konsequenz beorderte König Karl XI. (1655–1697) Pastor Olof Ekman (1639–1713), einen Anhänger Philipp Jakob Speners (1635-1705), nach Falun.
Auf Grundlage umfassender Quellenstudien und unter Berücksichtigung wirtschaftshistorischer, theologischer sowie frömmigkeits- und mentalitätsgeschichtlicher Aspekte fragt Claesson nach dem Verhältnis von Ökonomie und Religiosität im frühen 18. Jahrhundert in Schweden. Olof Ekmans Programm und dessen praktische Umsetzung in einer frühindustriell geprägten Bergbauregion stehen dabei im Mittelpunkt dieser Studie.
Die Publikation wurde zuerst in schwedischer Sprache veröffentlicht unter dem Titel: Urban Claesson: Kris och kristnande. Olof Ekmans kamp för kristendomens återupprättande vid Stora Kopparberget 1689–1713 : pietism, program och praktik. Göteborg 2015.
