Anstalten/ Die Zu Verpflegung der Armen zu Glaucha an Halle gemachet sind

Wie sich solche befinden Anno 1698/im Monat JULIO

August Hermann Francke. Nachwort v. Paul Raabe

Erscheinungsdatum: 08.2020

Erscheinungsort: Halle

Umfang: 20 S.

ISBN: 978-3-939922-64-3

Kleine Texte (Heft 4)
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2,00 €

Diese kleine Schrift vermittelt ein anschauliches Bild von August Hermann Franckes (1663–1727) Armenfürsorge an seinem Wirkungsort Glaucha, die mit dem pädagogischen Konzept christlicher Erziehung der Kinder und christlicher Unterweisung der Armen einherging. Francke berichtet unter anderem über die Schulen, die Unterweisung der Waisenmädchen, über Versorgung im Krankheitsfall und über die Tischzucht der Kinder. Auch geht es um Armenschulen, Bettler, die Almosen empfingen, es ist von der Errichtung eines Armenhauses die Rede. Im letzten Teil der Schrift werden Geldspenden und gespendete Naturalien ohne Namensnennung aufgelistet. Es wird gesagt, dass für den Neubau des Waisenhauses ein Anfangskapital von ca. 14.000 Talern zur Verfügung stand, eine bei Weitem nicht ausreichende Summe, doch Francke wollte mit dieser Rechenschaft wohl von vornherein Kritikern entgegentreten und deutlich machen, dass sein »Werk Gottes« auf sicherem Boden errichtet werden könne. Die 2., veränderte Auflage gibt den Text zur besseren Lesbarkeit in Transkription wieder.