Die »Nachricht von dem Waӱsenhause« (der vollständige Titel lautet: »Nachricht von dem Waӱsenhause alhier zu Halle nebst einigen Erinnerungen was beӱ Anrichtung eines Waӱsen und Armen Hauses in Acht zu nehmen seӱ. So auf Verlangen des Herrn Geh:Raths von Münnighausen zu Hannover communiciret worden 1732«) ist sowohl eine kurze Selbstdarstellung des Halleschen Waisenhauses als auch eine allgemeine…
Der Nukleus der gesamten Schulstadt August Hermann Franckes (1663–1727) beruhte strukturell auf drei Säulen: den Schulanstalten, den Internaten und der Essensversorgung. Letztere war durch sogenannte Freitische organisiert, deren Grundidee es war, die Essensversorgung nicht nur als bloßes Almosen für Bedürftige anzusehen, sondern auch als integralen Bestandteil in Franckes gesamtes Erziehungs-…
Diese Handschrift, hier wiederegegeben unter dem Titel »Kurtze Beschreibung derer Gebäude, welche zu denen in Glaucha an Halle gemachten Anstalten von anno 1698 bis 1717 neu erbauet word[en] nach Ordnung des davon gemachten Abrißes eingerichtet«, wurde einer Akte entnommen, die anlässlich des Besuches von Friedrich Wilhelm I. (1688–1740) in den Franckeschen Stiftungen zu Halle am 4. Oktober 1720…
Die Essensversorgung von Waisenkindern, bedürftigen Schülern, Schülerinnen, Studenten und nicht zuletzt auch den Angestellten der Glauchaschen Anstalten war von Beginn an ein zentrales Thema von August Hermann Francke (1663–1727). Ihre Bedeutung wird besonders augenscheinlich, wenn man bedenkt, dass Francke schon früh einen eigenen, ihm direkt unterstellten Inspektor für diesen Bereich…
Mit dem Gründungsprivileg von 1698 des Kurfürsten Friedrich III. von Brandenburg (1657–1713) wurde den Glauchaschen Anstalten auch der Betrieb einer eigenen Apotheke erlaubt, der eine wichtige Funktion innerhalb des Anstaltsgeländes, aber auch in Glaucha und Halle zukam. Darüber hinaus kam es um das Jahr 1700 herum zur Herstellung erster hauseigener Medikamente – den sogenannten…
Anhand der hier transkribierten Quelle aus dem Archiv der Franckeschen Stiftungen erfährt der Leser, was ein im Auftrag des Halleschen Waisenhauses Reisender unterwegs zu beachten, welche Situationen er zu vermeiden, was er zu lernen, mitzubringen und zu berichten habe. Die Hinweise und Ratschläge sind allgemein gehalten und zeichnen sich durch ihre mannigfaltige Anwendbarkeit, praktische Hilfen…
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