Reformation und Generalreformation – Luther und der Pietismus

Erscheinungsdatum: 07/2012
Erscheinungsort: Halle
Umfang: IX, 245 S., 26 Abb.
ISBN: 978-3-447-06594-8
Hallesche Forschungen (32)
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Ebenso wie seine Gegner berief sich der Pietismus in seinen historischen und regional-territorialen Facettierungen hinsichtlich seiner Theologie und Frömmigkeitspraxis, des erzieherischen wie sozialen Handelns am Menschen und schließlich auch in Bezug auf die Kunst und den Umgang mit ihr auf Martin Luther (1483–1546). Die Wissenschaft hat die Frage nach dem Verhältnis des Pietismus zu Luther bislang vornehmlich in theologischer, kirchen- und frömmigkeitsgeschichtlicher Hinsicht gestellt: Hat der Pietismus, zumal der kirchlich-lutherische, mit der von ihm intendierten Reformierung des Lebens, der – wie Martin Schmidt formuliert hat – »Weltveränderung durch Menschenveränderung«, auch tatsächlich die Reformation der Lehre in Luthers ureigenstem Sinne zu Ende geführt?
Der vorliegende Band versucht, eine wirkungs- und rezeptionsgeschichtlich perspektivierte Bestimmung des Verhältnisses zwischen Luthers Werk und dessen Übernahmen, Anverwandlungen und Transformationen durch den Pietismus zu erarbeiten. Die Beiträge spannen einen weiten thematischen Bogen. Kontinuitäten, aber auch Diskontinuitäten, Kongruenzen und Korrespondenzen, ebenso Konflikte und Kontroversen werden auf den Feldern der Bibelhermeneutik, der Musik und der Bildenden Kunst sowie im Wirtschaften und Haushalten markiert.
Herausgegeben in Zusammenarbeit mit der Stiftung Luthergedenkstätten Sachsen-Anhalt.
