Johann August Nösselt (1734–1807)

Ein Theologe der Aufklärung

Coverabbildung der Halleschen Forschungen Band 31 Johann August Nösselt (1734–1807)
Malte van Spankeren

Erscheinungsdatum: 07/2012

Erscheinungsort: Halle

Umfang: XIV, 367 S., 1 Abb.

ISBN: 978-3-447-06593-1

Hallesche Forschungen (31)
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48,00 €

Johann August Nösselt war ein bedeutender Aufklärungstheologe und unterrichtete als überaus populärer Hochschullehrer an der Friedrichs-Universität in Halle über beinahe fünf Jahrzehnte hinweg tausende angehender Theologen; unter ihnen Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher (1768–1834) und August Hermann Niemeyer (1754–1828). In die zentralen hochschulpolitischen Konflikte Preußens und der Fridericiana war er an führender Stelle involviert. So verteidigte er mit Nachdruck und erfolgreich die Freiheit der universitären Forschung und Lehre gegen eine konservative Religionspolitik im Preußen Friedrich Wilhelms II. (1744–1797). Nösselt schrieb eine wegweisende und von Tausenden von Theologiestudenten gelesene Theologische Enzyklopädie, die insbesondere den gewachsenen Stellenwert der Praktischen Theologie zukunftsträchtig reflektierte und die entsprechenden wissenschaftsspezifischen Konsequenzen zog. Als theologischer Autor verfasste er ferner eine der ersten protestantischen Schriften, die auf Jean-Jacques Rousseaus (1712–1778) Èmile kritisch reagierten. 

Die 2010 eingereichte Dissertation beleuchtet das Leben Nösselts als Hochschullehrer und Privatmann, darüber hinaus präsentiert und kontextualisiert sie erstmalig seine wichtigsten Schriften in ihren vielfältigen historischen und theologiegeschichtlichen Bezügen.