»Hertzliebe Mama«

Briefe aus Jenaer Studientagen 1719–1720

Gotthilf August Francke. Hg. v. Thomas Müller, Carola Wesser unter Mitarb. v. Christel Butterweck, eingl. v. Udo Sträter

Erscheinungsdatum: 1997

Erscheinungsort: Tübingen

Umfang: XIX, 170 S.

ISBN: 3-931479-03-x

Hallesche Quellenpublikationen und Repertorien
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36,00 €

Im April 1719 begann Gotthilf August Francke (1696–1769) sein Theologiestudium in Jena. Der Sohn des Stiftungsgründers August Hermann Francke (1663–1727) und spätere Nachfolger seines Vaters im Amt des Waisenhausdirektors sollte ein knappes Jahr als Student der Theologie in dieser Saalestadt verbringen. Kenntnisse von dieser Zeit sind insbesondere durch die im Archiv der Franckeschen Stiftungen überlieferten 74 Briefe an seine Mutter Anna Magdalena Francke (1670–1734) überliefert, die stets mit der Anrede »Hertzliebe Mama« beginnen. Seine Briefe stellen durch ihren Detailreichtum eine hervorragende Quelle zur Geschichte des privaten Lebens im 18. Jahrhundert dar. In ihnen wird in der Regel von von Alltäglichkeiten berichtet sowie Wünsche nach bestimmten Produkten aus Halle, beispielsweise Medikamenten der Waisenhaus-Apotheke oder Büchern aus dem Waisenhaus-Verlag, aber auch Waren des täglichen Bedarfs wie Schreibpapier oder Federn geäußert. Die kommentierte, kritische Edition ist zusätzliche durch ein Personen-, Orts- und Sachregister erschlossen.