Hallesche Pastoren in Pennsylvania, 1743–1825

Band 4: Briefe und andere Amtsdokumente

Hg. v. Mark Häberlein, Thomas Müller-Bahlke, Hermann Wellenreuther. Bearb. v. Wolfgang Splitter, Markus Berger, Jan-Hendrik Evers

Erscheinungsdatum: 04.2020

Erscheinungsort: Halle

Umfang: XLIX, 374 S., 2 Abb.

ISBN: 978-3-447-11349-6

Hallesche Quellenpublikationen und Repertorien (15/4)
Alle Titel dieser Reihe

120,00 €

Hallesche Pastoren in Pennsylvania, 1743–1825. Eine kritische Quellenedition zu ihrer Amtstätigkeit in Nordamerika. Hg. v. Mark Häberlein, Thomas Müller-Bahlke u. Hermann Wellenreuther. 
Band 4: Briefe und andere Amtsdokumente der Pastoren Johann Dietrich Matthias Heinzelmann (1724–1756) und Justus Heinrich Christian Helmuth (1745–1825). Bearb. v. Wolfgang Splitter, Markus Berger u. Jan-Hendrik Evers unter Mitarb. v. Lara Grünberg u. Nikolas K. Schröder

Im Mittelpunkt dieser auf acht Bände ausgelegten Edition stehen 13 lutherische Geistliche, die zwischen 1744 und 1786 von den Glauchaschen Anstalten (den heutigen Franckeschen Stiftungen zu Halle) zur seelsorgerlichen Betreuung deutscher Lutheraner nach Pennsylvania entsandt wurden. Dort und bald auch in angrenzenden Regionen Britisch-Nordamerikas waren sie von 1745 bis 1825 als Gemeindepfarrer tätig. Ihnen vorangegangen war Heinrich Melchior Mühlenberg (1711–1787), dem der Direktor dieser Einrichtung, Gotthilf August Francke (1696–1769), Anfang September 1741 einen Ruf nach Übersee angetragen hatte. Mit Mühlenbergs Ankunft in Philadelphia Ende November 1742 übernahmen die Anstalten als ein königlich-preußisch privilegierter Verbund pädagogischer, karitativer, missionarischer und kommerzieller Unternehmungen eine Aufgabe, die erst kurz nach dem Ersten Weltkrieg an ihr Ende kommen sollte.
Der vierte Band dieser Edition umfasst 137 Briefe der aus Halle nach Pennsylvania entsandten Pastoren Johann Dietrich Matthias Heinzelmann und Justus Heinrich Christian Helmuth. Während Heinzelmann bereits fünf Jahre nach seiner Ankunft in Philadelphia (1751) starb, korrespondierte der 1769 dort angekommene Helmuth mehr als ein halbes Jahrhundert lang mit Mitarbeitern der Glauchaschen Anstalten zu Halle sowie mit Kollegen und Kirchengemeinden in Nordamerika. Seine Briefe sind wichtige Zeugnisse des Wandels des nordamerikanischen Luthertums, das sich im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert zunehmend von europäischen Autoritäten emanzipierte und einen eigenständigen Platz im pluralistischen religiösen Kosmos der unabhängigen amerikanischen Republik einnahm. Darüber hinaus thematisieren sie Helmuths Auseinandersetzung mit theologischen, pädagogischen und intellektuellen Tendenzen seiner Zeit.