Halle als Zentrum der Mehrsprachigkeit im langen 18. Jahrhundert

Erscheinungsdatum: 09/2017
Erscheinungsort: Halle
Umfang: VI, 265 S., 14 Abb.
ISBN: 978-3-447-10909-3
Hallesche Forschungen (47)
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56,00 €
An der Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert entwickelte sich Halle zu einem der wichtigsten Lern- und Vermittlungsorte für Fremdsprachen in Mitteleuropa. An den von August Hermann Francke gegründeten Glauchaschen Anstalten wurden Schüler in alten Sprachen und lebenden Fremdsprachen unterwiesen, religiöse Texte übersetzt sowie Missionare für den Einsatz in Osteuropa, Indien und Nordamerika rekrutiert und ausgebildet. Die Universität Halle bot fremdsprachlichen Unterricht an und Professoren der Universität traten als Vermittler fremdsprachlicher Literatur hervor.
Der Sammelband behandelt die vielfältigen sprachlichen und kulturellen Beziehungen Halles mit West- und Osteuropa sowie der außereuropäischen Welt im 18. Jahrhundert anhand der im Zentrum stehenden Thematik des Fremdsprachenlernens. Das Buch fokussiert mit Halle eines der dynamischsten Zentren des Sprachenlernens und der Sprachstudien im langen 18. Jahrhundert. Dabei steht die Praxis des Übersetzens, der Sprachvermittlung und der Alltagskommunikation im Vordergrund. Zudem bieten die Beiträge auch Gelegenheit, das Verhältnis von Pietismus und Aufklärung zum Phänomen der Mehrsprachigkeit eingehender auszuloten.
