FranckeBilder und Festkultur
Jubiläen von der Aufklärung bis in die DDR

Erscheinungsdatum: 04/2013
Erscheinungsort: Halle
Umfang: 89 S., 37 farb. Abb.
ISBN: 978-3-939922-38-4
Kleine Schriften (12)
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7,50 €
Historische Jubiläen werden begangen, um Persönlichkeiten und Schlüsselereignissen zu gedenken, sie dienen der Erinnerung und Vergegenwärtigung. Gleichzeitig sollen die zu den Jubiläen inszenierten Feste Gemeinschaft und Identität stiften. Damit dienen Jubiläen und Feste dazu, im Angesicht der Herausforderungen der jeweiligen Zeit einen Sinnzusammenhang zwischen Geschichte und Gegenwart herzustellen, um daraus Legitimation zu schöpfen, aber auch neue Ideen und nicht zuletzt Forschungsimpulse. Dafür ist die Konstruktion von unterschiedlichen historischen Szenarien nötig: So oft die Stiftungen und August Hermann Francke (1663–1727) selbst gefeiert wurden, so oft wurden in den unterschiedlichen politischen Konstellationen sich unterscheidende Bilder von Francke und seinen Anstalten entworfen.
Die Publikation zeigt dies anhand von fünf Zeitpunkten in der Stiftungsgeschichte und lädt damit zu einer kleinen Zeitreise ein, in der uns verschiedene Sichtweisen auf Francke begegnen. Die Ausstellung und der sie begleitende Textband sind das Ergebnis eines semesterübergreifenden Masterseminars in Kooperation zwischen dem Institut für Geschichte der Martin-Luther-Universität und den Franckeschen Stiftungen.
Aus dem Inhalt:
Thomas Müller-Bahlke: Zum Geleit
Andreas Pečar und Holger Zaunstöck: FranckeBilder und Festkultur. Jubiläen von der Aufklärung bis in die DDR
Antje Schloms und Holger Trauzettel: Francke, der Lutheraner? Selbst- und Feindbild zu Lebzeiten
Paul Beckus: Francke in der Aufklärung – Zwischen altmodischem Pietist und modernem Patriot
Michelle Becker und Maria Richter: »Er vertrauete Gott« – Francke, Sohn der Stadt
Katharina Schmelzer: Francke als protestantisch-nationales Vorbild – Das Jubiläum von 1898
Claudia Weiß: »Revolutionär« und »widersprüchliche Gestalt«. Franckejubiläen in der SBZ/DDR
