Die Glaubenswelt Friedrich Heinrich von Seckendorffs
Eine Studie zu hallischem Pietismus und Adel im 18. Jahrhundert

Erscheinungsdatum: 07/2017
Erscheinungsort: Halle
Umfang: X, 500 S., 1 Abb.
ISBN: 978-3-447-10880-5
Hallesche Forschungen (46)
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65,00 €
Die Erfolgsgeschichte des hallischen Pietismus wäre ohne die Unterstützung zahlreicher Vertreter des eng verflochtenen mitteldeutschen Adels nicht möglich gewesen. Im Fokus der diesbezüglichen Adelsforschung standen bisher vor allem Heinrich XXIV. Reuß-Köstritz (1681–1748), Erdmann Heinrich Henckel von Donnersmarck (1681–1752) und Christian Ernst zu Stolberg-Wernigerode (1691–1771). Die vorliegende Studie zeigt unter Anwendung eines kulturhistorisch-biographischen Ansatzes nunmehr auf, dass mit Friedrich Heinrich von Seckendorff (1673–1763) auch ein bedeutender Heerführer, Diplomat und enger Vertrauter von Prinz Eugen von Savoyen (1663–1736) und Friedrich Wilhelm I. (1688–1740) zu den Unterstützern des hallischen Pietismus zu rechnen ist. Durch die Untersuchung der Glaubenswelt Seckendorffs und des um den hallischen Pietismus bestehenden kommunikativ-epistolären Netzwerkes wird nachgewiesen, dass die Anziehungskraft des hallischen Pietismus auf den mitteldeutschen Adel und die Wirkungsmächtigkeit der universalen Zielsetzungen des hallischen Pietismus bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts reichten.
