Das Planarchiv der Franckeschen Stiftungen
Die Schulstadt in Zeichnungen und Rissen des 18. Jahrhunderts

Erscheinungsdatum: 12/2024
Erscheinungsort: Halle
Umfang: 176 S., 115 Abb.
ISBN: 978-3-447-12334-1
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44,00 €
Die Bestände der Franckeschen Stiftungen verfügen über einen bisher weitgehend ungehobenen Schatz: das Planarchiv. Neben modernen Plänen und Rissen umfasst es auch über 1.000 historische Baupläne aus dem 18. Jahrhundert. Diese nicht nur optisch eindrucksvollen, sondern auch für die Entwicklungsgeschichte der Stiftungen immanent wichtigen Pläne werden im vorliegenden Band erstmals zusammenhängend betrachtet.
Der für eine bürgerliche Gründung in der Frühen Neuzeit einzigartig umfangreiche Bestand ist dabei weit mehr als eine rein dokumentarische Quelle. Vielmehr ermöglicht die systematische Zusammenschau der Risse die Planungsstufen, Änderungen und Arbeitsweisen der Baumeister zu entschlüsseln. So tritt nicht nur ein frühneuzeitliches Gebäudemanagement zu Tage, sondern es lassen sich darüber hinaus auch die Ordnungs- und Raumvorstellungen der Direktoren der Stiftungen rekonstruieren.
Der Band nimmt zudem die gebaute Architektur der Stiftungen im 18. Jahrhundert insgesamt in den Blick und eröffnet den interessierten Leserinnen und Lesern damit die Möglichkeit, insbesondere ehemals im Stiftungsbesitz befindliche oder heute nicht mehr vorhandene Gebäude kennenzulernen. Denn die Stiftungen waren in dieser Zeit nicht nur eine Schulstadt, sondern vielmehr ein weit über Halle hinausreichendes und verzweigtes Wirtschaftsunternehmen, dessen Bestandteile hier wieder sichtbar gemacht werden. So finden sich auch Pläne einer Papiermühle oder eines Bergwerks, aber auch Entwurfszeichnungen zu Pferde- und Kuhställen. Auch Zeichnungen für Möbel – wie Schultische und -bänke oder Betten für Waisenkinder – aber auch für Alltagsgegenstände – wie beispielsweise Wäscherollen – geben einen Einblick in diesen auch inhaltlich so vielseitigen Planschatz.


