Lokale Kooperationen sind ein zentraler Bestandteil unserer Forschungsstrategie und leisten einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung des Wissenschaftsstandorts.
Kooperationen

Wissenschaftshistorisches Seminar
In Kooperation mit der Lepoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften, präsentieren regelmäßig führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Bereich der frühneuzeitlichen Wissens- und Wissenschaftsgeschichte ihre Forschungsergebnisse. Die langjährige Kooperation zwischen der Leopoldina und den Franckeschen Stiftungen bei der Organisation und Durchführung dieser Vortrags- und Diskussionsabende stellt einen bereichernden und stärkenden Faktor für den Wissenschaftsstandort Halle (Saale) dar. 2022 ist die Fortführung der Reihe zwischen beiden Institutionen für weitere fünf Jahre beschlossen worden. Im festlichen Rahmen des Freylinghausen-Saals der Franckeschen Stiftungen sowie seit einiger Zeit auch im hybriden Format mit zunehmend überregionaler und internationaler Wahrnehmung wurden bisher folgende Veranstaltungen gemeinsam durchgeführt:
2025 Kim Siebenhüner – Imaginaries of Race. Johann Friedrich Blumenbachs Transformation von Weltwissen
2023 Tanja van Hoorn – „Die armseligen 24 Zeichen“? Georg Forster als Nature Writer
2022 Julia Bloemer – Empirie im Mönchsgewand. Naturforschung in süddeutschen Klöstern des 18. Jahrhunderts
2021 Marian Füssel – Von Hunden, Trinkern und Physikern. Zur Kulturgeschichte der Vorlesung im 18. Jahrhundert
2020 Anne-Charlott Trepp – Aufgeklärte Wissenschaftspraxis und Pietismus im 18. Jahrhundert
2019 Martin Mulsow – Perspektiven einer globalen Wissensgeschichte für das 17. Jahrhundert
2018 Markus Friedrich – Adel, Ahnen und Archive. Genealogisches Wissen in der Vormoderne
2017 Barbara Stollberg-Rilinger – Entscheidung durch das Los. Historische Perspektiven
2016 Carsten Zelle – Johann Gottlob Krügers medizinische Träume. Zum Verhältnis von Literatur und Wissen um 1750
2015 Klaus Mecke – Kosmo-Poetik: Was haben Physik und Literatur sich zu erzählen?
2014 Irmgard Müller – Berichterstattung naturforschender Gelehrter und Reisender über die botanisch-medizinischen Merkwürdigkeiten des Fernen Ostens im 18. Jahrhundert
2013 Dietrich von Engelhardt – Naturwissenschaft, Bildung und Gesellschaft im Zeitalter der Aufklärung.
Halle Lectures
Die Erforschung des 18. Jahrhunderts spielt in Halle eine herausgehobene Rolle, an den Forschungszentren der Universität ebenso wie in den Franckeschen Stiftungen. Betrieben wird diese Forschung in dem Bewusstsein, an den Grundlagen der modernen Gesellschaft zu arbeiten und mit der Historie immer auch ein Stück unserer Gegenwart kritisch zu befragen und damit ›aufzuklären‹. In jüngster Zeit ist die Maßgeblichkeit der Aufklärung sowohl in wissenschaftlichen als auch in gesellschaftlichen Debatten in die Kritik geraten. Wieviel Selbstüberschätzung steckt im Anspruch der Aufklärer? Ist Aufklärung nicht ebenso wie der christlich-pietistische Reformanspruch und die damit verbundene Mission trotz der von ihr beanspruchten Universalität, ein partikulares Projekt, das die Vorherrschaft Europas mehr gestärkt als in Frage gestellt hat? Wieviel taugen die kritischen Verfahren, die anthropologischen Leitbilder und die politischen Ideale des 18. Jahrhunderts noch in einer Zeit, in der sich partikulare und nationalistische Tendenzen rapide auszubreiten scheinen?
Um solchen Fragen nachzugehen, haben die in Halle ansässigen Forschungseinrichtungen zum 18. Jahrhundert im Jahr 2018 die »Halle Lectures« ins Leben gerufen. Jährlich zwei herausragende, international renommierte Wissenschaftler:innen werden gebeten, ihre Sicht auf die Erforschung des 18. Jahrhunderts und deren Bedeutung im Kontext der aktuellen Weltlage darzulegen. Historische Fundierung und gegenwartsbezogene Problematisierung sollen mit lokalen, nationalen, europäischen und globalen Perspektiven verbunden werden. Die Vorträge richten sich sowohl an Forschende und Studierende als auch an die weitere Öffentlichkeit.
Eine Kooperation des Interdisziplinären Zentrums für die Erforschung der Europäischen Aufklärung (IZEA), des Interdisziplinären Zentrums für Pietismusforschung (IZP), der Alexander von Humboldt-Professur für Neuzeitliche Schriftkultur und europäischen Wissenstransfer, des Landesforschungsschwerpunkts »Aufklärung – Religion – Wissen« und der Franckeschen Stiftungen.
Informationen zu den nächsten »Halle Lectures« finden Sie in unserem Programm.
Zum ProgrammDie bisherigen »Halle Lectures« können Sie auf dem Online-Portal der Martin-Luther-Universität abrufen.
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Unsere internationalen Kooperationspartner finden Sie bei unseren jeweiligen Projekten.
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