Das Königliche Pädagogium

Elitenbildung im 18. Jahrhundert

Coverabbildung zu
Hg. v. Thomas Grunewald, Andreas Pečar, Michael Rocher u. Holger ZaunstöckNeu

Erscheinungsdatum: 27.05.2026

Erscheinungsort: Halle

Umfang: 136 S., 69 Abb., 2 Diagramme

ISBN: 978-3-939922-80-3

Kleine Schriften (20)
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14,50 €

Bildung war für August Hermann Francke (1663–1727) in seinem Reformprojekt vor den Toren Halles, den später nach ihm benannten Franckeschen Stiftungen, zentrales Anliegen. Dafür wurde nicht nur ein Waisenhaus, sondern auch Schulen für alle sozialen Schichten und Bildungsstufen eingerichtet. Das 1695 gegründete und 1702 durch den preußischen König Friedrich I. (1657–1713) privilegierte Pädagogium war dabei die Eliteschule der Stiftungen. Hier sollten Zöglingen aus Adels- und wohlhabenden Bürgerfamilien umfassend und praxisnah ausgebildet werden. Ziel war es, junge Männer zu erziehen, die den ihnen zugedachten Rollen in der Gesellschaft im Sinne einer frommen Verbesserung und Erneuerung gerecht werden konnten und auch sollten.
Die Publikation beleuchtet das Pädagogium anhand unterschiedlicher Themenschwerpunkte: Elitenerziehung und Schulorganisation, Lehrerausbildung, frühneuzeitliche Schularchitektur sowie als exemplarisches Beispiel den Botanik-Unterricht. Die Veröffentlichung ist zugleich die Begleitpublikation zur gleichnamigen Kabinettausstellung, die zusammen mit Studierenden der Geschichte von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg erarbeitete wurde (Laufzeit: 9. Juni 2026 bis 4. April 2027). Das umfangreich bebilderte und mit zusätzlichen Erläuterungen versehene »Verzeichnis der Exponate« dokumentiert diese Ausstellung ausführlich und setzt weitere Forschungsimpulse für diese wichtige Bildungseinrichtung an den Franckeschen Stiftungen.